Donnerstag, 20. Juni 2013

President Obama visits Germany

The Obamas in Berlin.
Finally, President Barack Hussein Obama paid an official visit to Germany. This time he could deliver his speech in front of the Brandenburg Gate. Before a handpicked audience of some 4 000 cheerleaders he held a mediocre speech focusing on history. He brushed a hodgepodge of all sorts of topics. The only topic the international media found worth reporting was his offer to reduce the nuclear arsenal of both superpowers: Russia and the United States. But this has been a running gag of his presidency and would not lead anywhere. Russia’s President Putin has already slowed Obama down. 

At least, the official Germans were glad that the U. S. President came. Governing Major of Berlin, Klaus Wowereit, and Chancellor Angela Merkel, talked about the glorious past of German-American relations and committed themselves to a common future. It goes without saying that without the unconditional support of the United States after 1945, West Germany would not have survived as a free and independent society. Neither Germany had reached its unity, without the massive support of George Bush the elder against the resistance of Francois Mitterrand and Margaret Thatcher.

In 2008, Obama was not even a candidate for the U. S. presidency; he visited Germany and wanted to deliver a speech before the Brandenburg Gate but Chancellor Merkel objected. Instead he addressed a crowd of over 200 000 Germans at the Victory Column. Then Obama thrilled the Germans. Merkel’s negative attitude towards Obama tarnished over years the German-American relationship. But today, as everybody could see and hear they are kissing and hugging each other und call each other by their first names. It’s all symbolic politics. The interests of the two countries are not identical, which could be seen at the G8 summit a day before. 

Cleverly, President Obama sold the Germans his colossal spy program on the internet, his drone warfare program and the prison camp in Guantanamo in the name of security. He acknowledged that there were concerns over privacy but these spy programs were aimed at “threats to security, not the communications of ordinary persons”. These surveillance programs would keep people in Europe and the U. S. safe. In Germany, Obama turned out once again his reflective liberal image by referring to Immanuel Kant in order to camouflage that he is just a smarter revenant of the little Bush. 

In the run-up to the Obama visit, there were demonstrations, but with only a thousand participants. They carried posters with slogans against Guantanamo, the drone war, the indictment of Bradley Manning, the persecution of Edward Snowden, the spy program, and the war against Syria. One poster showed Martin Luther King’s slogan “I have a Dream” together with Obama “I have a Drone”. 

If there were in the U. S. a truly free press, not heroes like Bradley Manning or Edward Snowden would be attacked, but Bush and Obama and their subordinates in the intelligence complex. Both presidents have started a colossal drone program that increasingly emerges as huge “terror program”, like Noam Chomsky called it. Whereas Bush has used the drone program cautiously, President Obama inflated it. More civilians were killed than alleged terrorists. However, the greatest political sin was committed by eradicating the Magna Charta. 

Obama’s stopover in Berlin was a visit with a lot of flatteries. Of his speech nothing sticks. Political comedians suggested slogans such as “I’m a Trojan” or “I’m not a Berliner”, so that one remembers Obama.

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Montag, 17. Juni 2013

The "Sultan of Istanbul" is naked

Die brutale Niederschlagung der demokratischen Protest-Bewegungen in der gesamten Türkei sollte die Debatte über einen möglichen Beitritt des Landes zur Europäischen Union (EU) eigentlich  beenden. Für eine "orientalische Despotie" ist in einem demokratischen Staatenverbund kein Platz. Recep Tayyip Erdogan, der zwar dreimal demokratisch zum Ministerpräsidenten gewählt worden ist, hat in seiner letzten Amtsperiode demokratisch völlig versagt. Er hat nicht nur die Türkei Schritt für Schritt islamisiert, sondern sie auch von den säkularen Ideen ihres Gründers, Kemal Mustafa Atatürk, entfernt. Erdogan hat die Partei der Kemalisten (CHP) in seiner letzten Rede auch als Teil der „Verschwörung“ bezeichnet. Hatte Atatürk das Kalifat und Sultanat abgeschafft, würde Erdogan letzteres lieber heute als morgen wieder einführen, wenn man kritischen Stimmen Glauben schenken darf. 

Auf einer von seiner AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) organisierten Massendemonstration hielt Erdogan eine "Hasspredigt", in der er nicht nur die Demonstranten als "Terroristen", „Anarchisten“ „Lumpen“ und "Gesindel" verunglimpfte, sondern auch deutlich gemacht hat, dass er von der EU und deren "Einmischung" absolut nichts hält. Sein hysterisches Geschrei wurde von türkischen Medien als „beängstigend“ bezeichnet. Er verstieg sich in wildeste Verschwörungstheorien. Wie für selbstherrliche Autokraten üblich, wurden auch gleich den internationalen Medien dunkle Machenschaften unterstellt und von „Verschwörung“ gesprochen. Baschar al-Assad lässt grüßen! Auch sein EU-Minister Egemen Bagis stand ihm in der Verunglimpfung der Demonstranten und der EU in nichts nach. 

Erdogan hat sich innen- und außenpolitisch völlig diskreditiert. So traf er sich mit einer Abordnung von Demonstranten und sagte eine Volksabstimmung über die Verwendung des Gezi-Parks zu, gleichzeitig befahl er aber persönlich der Polizei, mit äußerster Brutalität gegen die Demonstranten vorzugehen. Selbst gegen Ärzte, die die Demonstranten medizinisch versorgten, geht das Erdogan-"Regime" mit repressiven Maßnahmen vor. Das türkische Gesundheitsministerium verlangte die Namen all derjenigen, die den Verletzten geholfen haben! Wer so zynisch mit seiner Macht und seinen Untertanen umgeht, hat jeglichen politischen Kredit verspielt.

Auf den von Gewerkschaften ausgerufenen Generalstreik reagierte die Erdogan-Regiierung mit Drohungen. So hat der türkische Innenminister Muammar Güler den Streik für illegal erklärt und Schritte gegen die Streikenden angekündigt. Und Bülent Arinc, stellvertretender Ministerpräsident, drohte sogar mit dem Einsatz des Militärs. Der Innenminister kündigte „rechtliche“ Schritte gegen Twitter und Facebook an, weil sie die einzigen unkontrollierten und demokratischen Medien sind, über welche die Demonstranten kommunizieren können. Die offiziellen Medien berichten dagegen nur unzureichend oder gar nicht über die Massenproteste gegen das Erdogan-"Regime".

Nach Meinung von „Spiegel-online“ wirkte Erdogan wie ein „durchgedrehter Despot“. Außenpolitisch hegt Erdogan "großtürkische Träume" und bastelt an einer Neuschaffung des "Osmanischen Reichs", quasi einer turkisierten "Umma" mit Istanbul als Machtzentrum."Wir sind bewegt vom Geist, der das Osmanische Reich gründete", so Erdogan in einer früheren Rede. In diesem Geiste begrüßte er seine Unterstützer auf dem Balkan, Angola, Irak. „Wo ist Sarajewo, wo ist Gaza heute Abend“? schrie er seinen fanatisierten Zuhörern/innen zu. Der Ministerpräsident bekennt sich immer wieder zum Erbe des Osmanischen Reiches, erwähnt aber auch diverse Schlachten, die nicht aus osmanischer Zeit stammen.

Gleichwohl fordern einige Politiker von der EU ein „weiter so“ in den Beitrittsverhandlungen mit dieser Regierung. Diese staatliche Gewalt sei nicht ‚die Türkei‘, ließ sich die Grünen-Politikerin Claudia Roth vernehmen, die bei ihrem Besuch selbst eine Ladung Tränengas abbekommen hatte. Was ist ‚die Türkei‘ dann sonst? Ein zweites orientalisches Monaco? Aber was sie politisch sonst noch so Kluges sagte, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. 

Vielleicht gibt es in Europa einige weitsichtige Politiker, die das politische Spiel Erdogans richtig einzuschätzen wissen. Selbst in Deutschland hat er auf Großveranstaltungen politisch grenzwertige Reden gehalten, ohne das die politische Klasse in diesem Lande klüger geworden wäre, was einen Beitritt der Türkei zur EU betrifft. Die EU ist jetzt schon mit ihrem politischen Latein am Ende. Ein „Sanierungsfall“, wie der EU-Kommissar Günther Oettinger kürzlich in einer Rede dieses Staaten-Konglomerat bezeichnete. Wer sich also weiterhin für einen EU-Beitritt der Türkei einsetzt, handelt politisch undurchdacht. Die Argumente gegen einen solchen Beitritt sind Legion; sie wurden aber auch von professoraler Seite vorgetragen. Es gibt aber auch Argumente für einen Beitritt.

Kehrt die Türkei eines Tages wieder auf einen überzeugenden rechtsstaatlichen Weg zurück, sollte über ein Assoziierungsabkommen verhandelt werden, das im politischen Interesse beider Seiten läge.

Sonntag, 16. Juni 2013

President Obama: Stay where you are

The White House
Mr. President, after I heard Edward Snowden’s exposure of your colossal spy program against all peoples of the world, Pink Floyd’s song “Another Brick in the Wall” popped up in my mind. 

Definitely, the American people don’t need your “thought control” or the “dark sarcasm” of the political class in Washington, D. C. Mr. President, just leaves your folks alone. As a former professor of constitutional law, you must have been for years in the wrong movie. 

I can understand the greed of political leaders to symbols. But honestly, what do you want to tell the German people? Please, don’t give us one of your clichéd speeches with which you fob off your compatriots. You will speak in front of the Brandenburg Gate in Berlin where President Ronald Reagan called on Mr. Gorbachev, to “open this gate” and “tear down this wall”! 

JFK said: “Ich bin ein Berliner”. 

Through which symbolic phrase should the German people keep your presidency in mind? As a “drone warrior” President with a personal “hit list” or a Nobel Peace Prize laureate? 

There would be a political gesture that would make you historically immortal and it would perfectly suit the genius loci: set Bradley Manning free or pardon him later; stop the persecution of Julian Assange and defend Edward Snowden from political prosecution. If you want to palm the German people off with the usual political hotchpotch, please spare us your political infestation.

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Freitag, 14. Juni 2013

Obama‘s Coup against Syria

Endlich ist der US-Präsident über seine selbstgezogene “rote Linie” gesprungen und hat verkündet, dass das Regime von Baschar al-Assad “Giftgas” eingesetzt habe. All dies klingt jedoch wenig überzeugend, weil Obama bis über beide Ohren in einem Abhörskandal steckt. Er hat mit dieser Ankündigung ein mediales Ablenkungsmanöver gestartet, um von seinen grandiosen „unamerikanischen“ Verfassungsverstößen durch seine „National Security Agency“ (NSA) gegenüber den eigenen US-Bürgern und den Bürgern auf der ganzen Welt abzulenken. Dies ist der eigentliche Skandal. Ob Obama nun Waffen liefert, bezweifeln sogar die Vertreter der verschiedenen Terrorgruppen in Syrien. 

Dass sich die Medien des US-Imperiums von Obamas Ankündigung haben irritieren lassen, spricht nicht für sie. Sie erscheinen zunehmend nicht mehr als „Watch Dog“ gegenüber ihrer allmächtigen Regierung, sondern eher als Verlautbarungsorgane und publizistische Verstärker ihrer dubiosen Machenschaften, die auf die totale Ausspähung aller Bürger dieser Welt abzielen. Die Chuzpe der US-Regierung kam beim Treffen Obamas mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Kalifornien zum Ausdruck. Obama warf Regierungschef Li vor, die USA durch Cyber-Attacken anzugreifen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, wie durch die Enthüllungen von Edward Snowden öffentlich geworden ist. Die US-Regierung führt schon seit Jahren einen Cyber-Krieg nicht nur gegen Iran, sondern auch gegen China. 

Der so genannte Einsatz von Giftgas seitens des Assad-Regimes wurde bereits vor Wochen von der französischen und der britischen Regierung „bewiesen“, ohne jedoch einen einzigen überzeugenden Beweis vorzulegen. Damals ist Obama noch nicht über seine „rote Linie“ gesprungen. Heute braucht er das syrische Schreckgespenst, um von seinen Täuschungen des amerikanischen Volkes abzulenken. Endlich, so könnte man sagen, haben jetzt seine eigenen Geheimdienste herausgefunden, dass ein solcher „Giftgaseinsatz“ stattgefunden haben soll. Bis heute ist jedoch ungeklärt, ob nicht die islamistischen Terrorgruppen „Giftgas“ eingesetzt haben oder durch Beschuss türkischen Territoriums das Land zum Eingreifen gegen Assad zu veranlassen. Jetzt müssen sich Obama und seine westlichen Verbündeten nur noch entscheiden, welche Terrorgruppen sie mit modernsten Waffen ausrüsten wollen. Bezahlen dafür werden ihre islamistischen Verbündeten in Saudi-Arabien und Katar. 

In Syrien soll der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden. Hoffentlich fällt dem Westen diese unheilige Allianz nicht einmal auf die Füße. Spätestens dann, wenn islamistische Terrorgruppen über den Golan in Israel einsickern sollten und Terroranschläge verüben, wird man im Westen aufwachen. Vielleicht ist es dann bereits zu spät. Der Westen sollte auch nicht glauben, dass das Regime des „Spieler-Königs“ in Jordanien überleben wird, wenn Assad fallen sollte.

Es scheint völlig unverständlich, warum der Westen das letzte säkulare Regime in der arabischen Welt durch eine terroristisches, im besten Falle islamistisches ersetzen will. Die Interventionen des Westens in der muslimischen Welt waren bisher von einem durchschlagenden „Erfolg“ gekrönt, wie die Beispiele Afghanistan, Irak, Libyen und vielleicht Syrien zeigen werden. Den US-Geostrategen kann es folglich nicht um Stabilität, sondern nur um die Revidierung der nah-und-mittelöstlichen Landkarte gehen. Endziel dieses politischen Vabanquespiels ist der Umsturz in Iran und die Zurückdrängung des Einflusses Russlands und Chinas nicht nur in dieser Region sondern darüber hinaus. 

Der plötzliche Meinungsumschwung der USA in Sachen Waffenlieferungen an syrische Terrorgruppen bedeutet den Todesstoß für die Syrien-Friedenskonferenz in Genf und eine schallende Backpfeife für Vladimir Putin. Russland muss diesen Fehdehandschuh aufgreifen, denn wenn Assad fällt, wird Russland über kurz oder lang ein Problem mit seinen muslimischen Minderheiten bekommen. Wie es scheint, hat sich die Erzeugung von „sectarian violence“ als ein westlicher „Exportschlager“ zur Zerstörung von unliebsamen Gesellschaften im Nahen Osten erwiesen. Da Russland und China schon bei der UN-Resolution zu Libyen vom Westen getäuscht worden sind, sollten sie in Sachen Versprechungen des Westens gewarnt sein.

Beim bevorstehenden G-8-Gipfel in Nordirland sollte Putin dem Druck der anderen Staaten nicht nachgeben. Deutschland, das auch gegen Waffenlieferungen an Terroristen in Syrien ist, könnte ein möglicher Verbündeter sein, da die bilateralen Beziehungen beider Länder ausgezeichnet sind. Insbesondere Obama, der seine eigenen Landsleute durch eine beispiellose Bespitzelung hinters Licht führt und sich auch sonst politisch als eine Bush-Light-Version entpuppt, verdient von Seiten der internationalen Staatengemeinschaft keinerlei Vertrauen, weil sich die amerikanischen Ausspähungen gegen jeden Staat richten, sei er Freund oder Feind. 

Wer erfahren will, wie man einen säkularen Staat zerstört und eine Gesellschaft islamisiert, sollte das Buch von Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann lesen. Da es dem Westen nicht um die Menschen, sondern um Macht, Einfluss und geostrategische Interessen geht, wird das Drama mit Syrien seinen Lauf nehmen. Es scheint, als nehme der Westen nur jene Kräfte wahr, die den gewaltsamen Umsturz betreiben. Andere Stimmen werden bewusst nicht zur Kenntnis genommen. Auch stellt sich der Westen niemals die Frage, was eine Mehrheit der Syrer eigentlich will. Wer für Konfrontation, Gewalt und Umsturz eintritt, sollte auf die westliche Allianz setzen. Wer aber für Frieden, Beendigung des Konfliktes und eine friedliche Lösung eintritt, sollte zu diesem Buch greifen, das sowohl deutsche als auch arabische Stimmen zu Wort kommen lässt.

Dienstag, 11. Juni 2013

America’s Prisoners of Conscience

Julian Assange - Edward Snowden - Bradley Manning
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind gerade dabei, ihren dritten „politischen Häftling“ zu kreieren. Wer bisher noch der Illusion anhing, dieses Land sei ein Hort der Freiheit oder ein Vorbild für die Welt, sollte sich spätestens nach den Enthüllungen von Edward Snowden von diesem Hirngespinst verabschieden. Was der Mitarbeiter der „National Security Agency“ (NSA) an die Öffentlichkeit gebracht hat, betrifft alle Menschen auf der Welt. Sein Schritt erforderte enormen Mut und Zivilcourage. The „Shining City upon a Hill“ stellt in Wahrheit die größte Bedrohung der Freiheit nicht nur für jeden einzelnen US-Amerikaner, sondern für jedes einzelne Individuums auf dem Globus dar. Müssten sich nicht die verbliebenen Rechtsstaaten der Welt um Edward Snowden als „politischen Häftling“ reißen und ihm politisches Asyl anbieten? Wenn die USA ihm habhaft werden, wird er entweder für immer hinter Gittern verschwinden oder man überlässt die Sache den Drohnenkriegern. 

Alle Regierungen der Welt sind jetzt gefragt, gegen dieser Krake, die die Freiheit aller Menschen bedroht, vorzugehen und sie politisch zu „enthaupten“. Obgleich alle Bürger dieser Welt vom totalen Verlust ihrer Privatsphäre und letztendlich auch ihrer Freiheit bedroht sind, verhalten sich alle Regierungen seltsam ruhig. Sind sie eventuell Komplizen in diesem weltweiten Ausspähprozess der USA oder spähen sie bereits selbst ihre eigenen Staatsbürger aus? Wenn die politische Klasse nicht fähig oder willens ist, darauf überzeugende und schlüssige Antworten zu geben, sollten die Bürgerinnen und Bürger das Handeln selbst in die Hand nehmen wie weiland 1773. Daniel Ellsberg zieht eine politische Parallele zur Stasi, wenn er schreibt: „The NSA, FBI and CIA have, with the new digital technology, surveillance powers over our own citizens that the Stasi – the secret police in the former "democratic republic" of East Germany – could scarcely have dreamed of.” 

Amerikas zweiter politischer Häftling ist der Gefreite Bradley Manning, dem gerade der Prozess vor einem US-Militärgericht gemacht wird. Sein „Verbrechen“ ist, Dokumente an WikiLeaks weitergegeben zu haben, welche nicht nur die menschenverachtenden Verbrechen u. a. an Zivilisten der US-amerikanischen Besatzungstruppen in Irak und Afghanistan auf zahlreichen Videos ans Licht der Öffentlichkeit gebracht, sondern auch die Machenschaften der US-Diplomatie und deren wirkliche Meinung über Regierungschefs anderer Länder gezeigt haben. Manning wurde nicht nur über ein Jahr in Isolationshaft gehalten, die nach Auffassung von Menschrechtsorganisationen Folter darstellt, sondern Teile der US-amerikanischen politischen Klasse haben für ihn die Todesstrafe gefordert, weil er angeblich „dem Feind geholfen habe“. Diesen Vorwurf hatte aber bereits der damalige Verteidigungsminister Bill Gates zurückgewiesen, indem er erklärte, dass kein US-Soldat durch die Veröffentlichungen zu Schaden gekommen sei. Das Urteil vor diesem Militärgericht steht bereits fest: Manning wird mindestens für 20 Jahre hinter Gittern verschwinden, womit der „Gerechtigkeit“ im US-Sinne Genüge getan zu sein scheint. Die wahren Täter im Militär dürfen dagegen weiter ihrer „Profession“, dem Töten auch unschuldiger Zivilisten in Afghanistan und anderenorts per Joystick, ungestraft nachgehen.

Der dritte „politische Häftling“ der USA und des Westens ist der WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Er hat sich den Zorn des US-Imperiums zugezogen, weil er die ihm angebotenen Dokumente über die US-Verbrechen in Irak und anderenorts zusammen mit vier führenden Medien veröffentlicht hat. Assange hat sich durch seine Flucht in die Botschaft Ecuadors seiner Auslieferung an die schwedische Justiz entzogen, da er zu Recht fürchtete, nach seiner Überstellung nach Schweden von dort direkt an die US-Behörden weitergereicht zu werden. 

Nachdem Assange bei seinem Aufenthalt in Schweden mit zwei Schwedinnen einvernehmlichen Sex gehabt haben soll, fiel diesen Damen einige Wochen später ein, dass dies doch nicht so gewesen sei. Zu diesem Gesinnungswandel scheint der Druck der USA auf die schwedische Regierung beigetragen zu haben, die daraufhin einen Haftbefehl gegen Assange erlassen und dessen Auslieferung nach Schweden beantragt hatte. Daraufhin wurde Assange in Großbritannien unter Hausarrest gestellt. Er hat alle rechtlichen Möglichkeiten gegen seine Auslieferung ausgeschöpft, war aber unterlegen. 

Seine Auslieferung via Schweden an die USA vor Augen, konnte er sich nur durch die Flucht in die ecuadorianische Botschaft entziehen. Obgleich der Anwalt von Assange den schwedischen Behörden mehrfach angeboten hat, seinen Mandanten in Großbritannien zu verhören, haben diese abgelehnt, ohne einen Grund zu nennen. Aufgrund der offen feindseligen Haltung zahlreicher US-Politiker, einige von ihnen haben sogar die Liquidierung von Assange gefordert, würde diesem in den USA kein rechtsstaatliches Verfahren erwarten, darüber hinaus würde ihm die Todesstrafe drohen, obgleich er nichts anderes getan hat, als die kolossalen Verbrechen der USA in Irak und Afghanistan öffentlich gemacht zu haben. 

Da Deutschland vielen politischen Flüchtlingen politisches Asyl gewährt, sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob das Land nicht Edward Snowdon auch aufnehmen sollte. Ein solcher Schritt würde natürlich politischen Mut und Zivilcourage voraussetzen; beides ist jedoch innerhalb der politischen Klasse nur rudimentär vorhanden. Die Zivilgesellschaft sollte sich jedoch für die Freilassung Bradley Mannings, die Freiheit für Julian Assange und freies Geleit für Edward Snowden einsetzten, weil alle drei Helden sind.

Montag, 10. Juni 2013

Syrien, die Medien und die Menschenrechte

Cartoon von Carlos Latuff.
Die führenden Geostrategen von „Süddeutsche Zeitung“, „Die Zeit“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Die Welt“ müssen sich plötzlich ideologisch umorientieren. Lange haben sie die Sichtweise des Pentagons als im deutschen Interesse liegend verbreitet, jetzt müssen sie zurückrudern. Haben sie nicht den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der das Opfer eines vom Westen und seinen reaktionärsten Verbündeten - wie Saudi-Arabien und Katar - inszenierten Aufstandes ist, versucht, als „Diktator“ zu dämonisieren und dem Regime alle nur erdenklichen Kriegsverbrechen zuzuschreiben, wobei die Verbrechen der so genannten Freiheitskämpfer immer nur nebenbei erwähnt wurden? Dass beide arabische Regime zu den fundamentalistischsten in der arabischen Welt zählen und zu den Financiers von Terroristen gehören, wird ignoriert. Selbst von einem vermutlich von den so genannten Aufständischen inszenierten Giftgasangriff schreckte die internationale Presse nicht zurück, diesen dem Assad-Regime alleine anzulasten, ohne auch nur einen einzigen überzeugenden Beweis präsentieren zu können. Das von französischen Journalisten herausgeschmuggelte Material, das angeblich das Giftgas Sarin enthalten haben soll, ist ebenso viel wert wie weiland das vom FBI inszenierte „Mordkomplott“ des „iranischen Geheimdienstes“ gegen den saudi-arabischen Botschafter in Washington. Solche Stories sind von westlichen Geheimdiensten inszenierte Scoops, um den eigenen Regierungen einen Casus Belli zu liefern. Selbst US-Präsident Obama konnte von diesen Groschenroman-Inszenierungen nicht zum Sprung über seine selbstgezogene „rote Linie“ veranlasst werden, um seine Kriegsmaschinerie gegen Syrien in Gang zu setzen. Und all dies und noch viel mehr sollte den aufgeklärten westlichen "Meinungsmachern" entgangen sein? Ohne die massive Einmischung der diversen Geheimdienste ist der Aufstand gegen Assad gar nicht zu verstehen.

Das Blatt hat sich in Syrien plötzlich sowohl politisch als auch militärisch gewendet. Der machtversessene „Sultan von Istanbul“ ist gerade durch sein eigenes Volk politisch angezählt worden. Obwohl demokratisch gewählt, verhält sich der „Sultan“ nicht anders als sein „Kollege“ Assad, wenn es darum geht, Kritiker seiner Politik zu verunglimpfen. Militärisch sind die so genannten Rebellen gegen die syrische Regierung aufgrund des Eingreifens der libanesischen Hisbollah kurz vor dem Ende. Von nun an rudern auch die „Meinungsmacher“ zurück und beginnen, die Lage etwas „differenzierten“ zu sehen. Die einzige Journalistin, die unter Einsatz ihres Lebens, immer direkt aus Syrien realitätsnah berichtet hat, ist Karin Leukefeld. Ihre Berichte für die Tageszeitung „junge Welt“ haben sich wohltuend von den Kriegs-Phantasien ihrer „Pentagon“-Kollegen abgehoben. Als Dank für ihre ausgezeichnete Arbeit wurde sie bei einigen Rundfunkanstalten von bestimmten politischen Kreisen und Kollegen denunziert. Ihre Lagebeurteilung passe nicht ins verordnete publizistische Eingriffsszenario, das von den etablierten Medien herbei geschrieben worden ist. 

Auch haben sich die westlichen „Meinungsmacher“ niemals ernsthaft gefragt, wen die Exil-Syrer eigentlich vertreten außer sich selbst. Die syrischen Marionetten des Westens verfügen über keine politische Basis im Land. Auch wurden nie die Opferzahlen einer selbsterklärten syrischen „Menschenrechtsorganisation“ im Ausland auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüft wie weiland die Meldungen einer libyschen „Menschrechtsorganisation“ in Genf oder die Horrormeldung, Saddams Schergen hätten Babys aus Brutkästen in Kuwaitischen Krankenhäusern entwendet. All dies gehört ins Reich der Kriegspropaganda und sollte von seriösen Medien hinterfragt werden. Die Verbrechen der so genannten Freien Syrischen Armee und ihrer Al-Kaida-Verbündeten stehen denen des Assad-Regimes in nichts nach. Die Giftgas-Story zeigt, mit welch skrupellosen Tricks die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien, die bereits 1916 die Araber über ihre wahren politischen Ziele getäuscht haben, einen politischen Vorwand schaffen wollen, um endlich Waffen an terroristische Banden zu liefern oder gar selbst in den Krieg gegen Syrien einzutreten. 

Der freie Westen, der den Völkern des Südens Demokratie und Freiheit via Bomben verordnen will, hat zum wiederholten Male geopolitisch versagt. Würden sich die Strategen in den europäischen Hauptstätten nach ihren jeweiligen nationalen Interessen ausrichten, plappern sie stattdessen die US-amerikanischen Vorgaben nach oder philosophieren über so genannte „europäische Interessen“, die aber nicht in ihrem eigenen nationalstaatlichen Interessen liegen. Nur aufgrund dieser irrwitzigen „Interessenkongruenz“ war es möglich, dass man sich am Krieg gegen das afghanische Volk und am Überfall auf Irak, der Zerstörung Libyens oder den mörderischen Sanktionen gegen Iran beteiligen konnte. Die Aussage, Deutschlands Sicherheit würde am Hindukusch verteidigt, hat sich zu einem der zahlreichen politisch-dämlichen „running gags“ entwickelt. Nach 13 Jahren Krieg in Afghanistan muss die allmächtige Allianz des Westens geschlagen den Rückzug antreten, obwohl die Militärallianz weiterhin mehr Militärs in diesem Land bereitstellen muss, um die so genannten Ausbilder oder die unzähligen Nichtregierungsvertreter zu schützen, die meinen, Afghanistan als ihre politische Spielwiese betrachten zu können. 

Die Kriege der westlichen Kolonialmächte gegen die Völker des Südens liegen nicht im deutschen Interesse, das nicht identisch mit dem europäischen ist, weil Frankreich und Großbritannien weiterhin ihre kolonialen Interessen verfolgen. Warum soll sich Deutschland in diesen Neokolonialismus hineinziehen lassen? Unser nationales Interesse liegt darin, mit jedem Staat der Welt, bestmögliche Beziehungen zum beiderseitigen Wohle der Völker zu unterhalten. Gute bilaterale Beziehungen müssen zum Beispiel mit Russland, China, Indien, Brasilien, Südafrika, den Ländern der arabischen Welt oder selbst Iran gepflegt werden, weil dies in unserem nationalen Interesse liegt. Übrigens, die deutsch-iranischen Beziehungen waren historisch immer ausgezeichnet, bis sich Deutschland auf die politische Obsession einer angeblichen iranischen „Sicherheitsbedrohung“ eingelassen hat. Deutschland genießt höchstes Ansehen nicht nur in Iran, und das sollte auch so bleiben - unabhängig davon - wer in Iran das Präsidentenamt bekleidet, das man politisch nicht so wichtig nehmen sollte, wenn man die wirklichen politischen Kräfteverhältnisse mit in Betracht zieht.

Die westlichen Meinungsmacher sollten sich auf die geopolitischen Ziele des türkischen „Sultans“ konzentrieren, über dessen Territorium ein großer Teil der so genannten Freiheitskämpfer nach Syrien einsickern. In Ankara träumt man von der Wiederrichtung des „Osmanischen Reiches“. Die türkische Regierung versucht, die Stabilitätsbemühungen Russlands, Chinas und der USA zu unterlaufen, indem das Land bereitwillig die so genannte syrische „nationale Koalition“ mit Argumenten versorgt, die gegen eine friedliche Beilegung des Konfliktes ist. Die Unterstützer dieser „nationalen Koalition“ tun alles, um die avisierte Friedenskonferenz über Syrien in Genf zu sabotieren. Einige westliche Länder scheinen keinerlei Skrupel zu haben, das letzte säkulare Regime in der arabischen Welt den radikalen Islamisten auszuliefern. Ob dadurch der Wille des Volkes realisiert wird, darf bezweifelt werden. Die westlichen Meinungsmacher stehen deshalb auch nach der militärischen Wende in Syrien etwas ratlos dar, weil sie die politische Forderung vom Verschwinden Assad unkritisch nachgeplappert haben. Mit gleicher Berechtigung hätten sie schreiben können, dass das saudische, katarische oder bahrainische Regime verschwinden müsse. 

Die westlichen "Meinungsmacher" müssen sich endlich von ihrer aggressiven Rhetorik gegenüber Syrien verabschieden und zu ihrer ureigensten Aufgabe zurückfinden, nämlich der Förderung von Dialog und Kooperation. Die Medien sind nicht der Büttel der Politik, sondern deren watch dog. Darin liegt ihre zivilisatorische Rolle. Robert Fisk hat in der Tageszeitung „The Independent“ vom 29. Juli 2012 den Kollegen/innen Folgendes ins Stammbuch geschrieben: „The West's real target here is not Assad's brutal regime but his ally, Iran, and its nuclear weapons. Has there ever been a Middle Eastern war of such hypocrisy? A war of such cowardice and such mean morality, of such false rhetoric and such public humiliation? I'm not talking about the physical victims of the Syrian tragedy. I'm referring to the utter lies and mendacity of our masters and our own public opinion eastern as well as western in response to the slaughter, a vicious pantomime more worthy of Swiftian satire than Tolstoi or Shakespeare."

Freitag, 7. Juni 2013

Paul L. Atwood, War and Empire. The American Way of Life

Former US President Ronald Reagan called in a speech to the “National Association of Evangelicals” in Orlando, Florida in 1983 the former Soviet Union an „evil empire“. Having read „War and Empire“ by Paul L. Atwood this characterization fits perfectly well to US-American foreign policy. What the author presents to the reader makes one shiver.

Starting out as a nation born in the fight against British colonialism, the US has become the world largest imperial power. The US does not only wage two neocolonial wars in Iraq and Afghanistan, in the later together with Nato, but it has also military bases in 141 states and 11 territories, out of 191 states comprising the United Nations. American arms patrol all the seas and skies, including outer space. This is not enough, the Pentagon declares flatly that it wants to achieve nothing less than „full-spectrum dominance“ over any potential foe in the future.

The paleoconservative columnist Patrick J. Buchanan describes this imperial demeanor in „Liquidating the Empire“ as follows: „While this worldwide archipelago of bases may have been necessary when we confronted a Sino-Soviet bloc spanning Eurasia from the Elbe to East China Sea, armed with thousands of nuclear weapons and driven by imperial ambition and ideological hatred of us, that is history now. It is preposterous to argue that all these bases are essential to our security. Indeed, our military presence, our endless wars, and our support of despotic regimes have made America, once the most admired of nations, almost everywhere resented and even hated.“

When former US President George W. Bush stated that Muslims might hate the US because of they hate freedom and American values, he was totally wrong. If Muslims hate at all the US, it would be solely for their brutal occuption of Muslim countries and their double standards in international affairs, especially towards their “albatross-like ally, Israel” as the autor calls it. After 9/11 the majority of Americans demanded revenge. President Bush initially called for a “crusade” against Muslims. Attacking Afghanistan was not enough. In his book “Stripping Bare the Body: Politics Violence War” Mark Danner quotes Henry Kissinger, who echoed this popular view. “The radical Islamists wanted to humiliate us. Ánd we need to humiliate them`”. For the sake of American prestige and the credibility of American power, the image of the burning and collapsing WTC towers had to be supplanted by images American tanks rumbling down the streets of Bagdhad and planting the US flag on the top of Saddam Hussein´s statute. It was to be a grand display of "shock and awe", unrestrained by the United Nations, international laws, and criminal courts, in order that get use to American power.

Paul L. Atwood, Senior Lecturer at the University of Massachusetts, Boston, set the record stright right from the beginning: The US is not a peace-loving nation that will avoid violence at all costs. On the contrary, “War is the American way of life.” Every American schoolchild cut its teeth learning that ”the United States represents principles and values that are the only hope of a rational, orderly, just and peaceful society”. This template for current policies and war was set before the Founders rebelled against their government, writes Atwood. It appears like that: “we are a people apart, exceptional and singled out by God or Destiny to redeem humanity”. Ideologically, the US government support to a morality “that defends self-determination universally and for all”. The author writes “that assertion is mainly honored in its breach”.

American history exemplifies that the US lives by the sword in order to “seek peace”. Several chapters of Adwood´s book deal with conquest of the American continent, which was not limited to slaughtering the indigenous Indian population but by defeating the British, French, and the Spanish colonial powers. The conquest of the American continent was marked by „aggression, extreme brutality, genocide and ´ethnic cleansing`“. Since the US emerged from World War II as the most potent nation in history, it “slaughtered millions (...) the vast majority being helpless civilians”. The proclamation of “A New American Century” by the neo-conservative ideologues of the Bush administration „depends on maintaining control of the critical fuel necessary to power the American economy and its massive military machine that now straddles the globe“. In 1992, the outline for this “New American Century” was laid down by Undersecretary of Defense for Policy Paul Wolfowitz. He crafted a Defense Policy Guidance which became the policy template of the neo-conservative manifesto under the Bush government. The basic thrust constitutes the so-called Bush doctrine, which called for actions to ensure the status of the US as the sole world power able to shape the global system to serve American geo-political interests. In order to uphold American hegemony the US should be prepared to act unilaterally and pre-emptively against any power that could undermine US dominance.

In the chapter entitled “war on terror” Atwood describes the close cooperation that took place between the US and Mujahideens after the invasion of Afghanistan by the Soviet Union. The CIA recuited up to 50,000 Muslim volunteers from around the world, trained them und supplied them with weapons. Zbigniew Brzezinski, who was President Jimmy Carter´s National Security Advicer, puts matters pluntly in his book “The Grand Chessboard”. “Now we can give the USSR its Vietnam War.” The US designated at the time the Mujahideens “freedom fighters” that valiantly resisted Soviet occupation. Today the US calls the Taliban who resist the occupation of Afghanistan “terrorists”. The author rejects the idealistic rhetoric of freedom and democracy with which the US tries to justify its policies of aggressions against the Muslime world. The interventions are directed against China and Russia. The US wants to prevent China from becoming a superpower, writes the author. Atwood´s statement that “war is the american way of life”, is based on his determination that the military-industrial complex “has developed a vested interest in a permanent state of tension and preparation for war”. The history of the US demonstrates “when the US prepares for war it usually goes to war”. Historically, the U. S. Empire is not only the most belligerent nation in the world but also the greatest threat to world peace and to the American people that has been demostrated, inter alia, by two wars of aggression and the spaying ot its own countrymen.

According to Atwood, a “National Security State requires enemies and it functions to create them and then exploits that manufactured state of affairs to promote further actions in the name of national security.” The author does not think that terrorism is an existential threat to the US but warns that “the continued US armed intervention in the Muslim world shows every indication of promoting just that”. The book provides a deep insight into the real motives for the last empire´s policies of aggression, policies which will probably lead to its self-destruction.

First published here and here.
In German here.